Sehr geehrte Kolleginnen,
sehr geehrte Kollegen,

einige von Ihnen haben sich an uns gewandt, um einen ePtA zu beantragen bzw. mehr Informationen darüber zu erhalten. Mit diesem Kammertelegramm möchten wir einen kurzen Überblick über den derzeitigen Stand geben, Begriffe klären und den weiteren Verlauf skizzieren, bevor es letztendlich in die Beantragung geht.




elektronischer Psychotherapeutenausweis (ePtA, bzw. eHBA)
Die BPtK hat eine Praxis-Info zum ePtA erstellt. Wir empfehlen Ihnen, sich hierüber zu informieren und möchten Ihnen gleichzeitig hier die wichtigsten Punkte in Kürze darlegen sowie auf die Vorgehensweise in Niedersachsen hinweisen:

Wofür ist der elektronische Psychotherapeutenausweis notwendig?
Psychotherapeut*innen benötigen den ePtA, um Funktionen der Telematikinfrastruktur nutzen zu können. Dazu gehören sogenannte Anwendungen wie zum Beispiel der Notfalldatensatz, Arztbrief oder die Patientenakte. Er ermöglicht auch, Daten einzugeben und rechtsverbindlich zu unterschreiben (elektronische Signatur).

Wer braucht einen ePtA?
Die Ausweispflicht betrifft alle niedergelassenen Psychotherapeut*innen mit einem Kassensitz, ermächtigte Psychotherapeut*innen oder auch Sicherstellungsassistent*innen. Sie gilt für Psychotherapeut*innen unabhängig davon, ob sie in einer Praxisgemeinschaft oder Berufsausübungsgemeinschaft, als Angestellte in einer Praxis, in einer Jobsharing-Partnerschaft oder in einem MVZ arbeiten. Angestellte in Kliniken müssen bei Ihrer Klinikleitung erfragen, ob ein ePtA benötigt wird - hier gibt es keine allgemeingültigen Vorschriften.

Wie bestelle ich einen ePtA?
Gegenwärtig ist dies noch nicht möglich. Wir arbeiten auf Bundes- wie auf Landesebenen mit Hochdruck daran, dass der ePtA beantragt werden kann. Durch die Beteiligung einer Reihe von Unternehmen an den Vorbereitungen und der Umsetzung (mehrere EDV-Dienstleister, die Gematik, die Kartenhersteller, die Vertrauensdienstanbieter, ein neu eingerichteter Verzeichnisdienst u.a.) sowie durch sehr kurzfristig erfolgte gesetzliche Vorgaben gestaltet sich der Prozess sehr komplex.


Wir werden Sie informieren, sobald wir startklar sind. In Niedersachsen wird eine Beantragung über den internen Mitgliederbereich der PKN erfolgen. Die Möglichkeit, sich direkt an die Vertrauensdienstanbieter (die Herausgeber des Ausweises) zu wenden, besteht in Niedersachsen nicht. Als Kammer sind wir für die Vorbefüllung, Prüfung der Berechtigung und ggf. Sperrung der Ausweise zuständig.


Mit freundlichen Grüßen 

Roman Rudyk
Kordula Horstmann
Jörg Hermann
Andreas Kretschmar
Götz Schwope



Psychotherapeutenkammer Niedersachsen
Roman Rudyk
Leisewitzstraße 47
30175 Hannover
Deutschland

051185030430

Kammertelegramm: ePtA